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Shenzhen - Die Kehrseite der Medaille

September 3, 2017

Das war fast schon ein Tag zum Vergessen. Die Anfahrt zum Fkughafen Guiyang war herrlich vom Nebel ummalt, welcher die Stadt und die Hügel mystisch umschlang. Am Flughafen selber erlebten wir China live, unsere Backpacker mussten wir ernsthaft als Oversized-Gepäck aufgeben, das war mir bis jetzt noch nie passiert. Diskutieren war mit dem Mitarbeiter schon mal gar nicht. Sichtlich genervt gingen wir durch die Sicherheitskontrolle und dort wurde uns dann auch noch Deo und co. trotz korreter Menge abgenommen. Wir konnten nur noch kopfschüttelnd und lachend weitergehen. Zum Trotz sind wir dann mit einem nicht gesichteten Deo, sprühend an ihnen vorbeigerannt. Scherz nein, nein, aber in Gedanken ;-) Auch hier wurden wir noch einmal von jedem zweiten wartenden  Chinesen sehr sehr genau gemustert und fotografiert. Die Wartezeit entwickelte sich für mich in dem eingesperrten Raum eher zur Tortour und wir fingen an, jedes Mal auch die Kamera zu zücken, sodass sie dann von uns abliessen.
Der Anflug in Shenzhen versetze mich in ungläubiges Staunen. Kopfschüttelnd und zu tiefst geschockt, flogen wir durch Smogschichten. Der Boden war fast nicht ersichtlich und die Landschaft darunter Industrie und braune, verdreckte Gewässer. Mir war die Umweltverschmutzung bewusst, doch sie mit eigenen Augen zusehen, war erschütternd. Die Billigproduktionen aller Firmen, auch die der Schweizer fordern hier ihren Preis ein.
In Shenzhen nahmen wir den Bus über die Grenze nach Hong Kong. Die Weiterreise war eindrücklich. Die Westler und Hong Konger überforderten uns mit der Effizienz und Stress machte sich bei uns breit. Einigen Chinesen wurden die ID abgenommen und im Bus lief ein Mitarbeiter mit einer Kamera an jedem vorbei und nahm uns einzeln auf. Ungläubig nahm ich passiv an diesem absurden Szenario teil. An der Grenze mussten wir alle wieder raus und mit unserem Gepäck den Zoll von Hong Kong passieren und wieder in eine Bus steigen. Zeit sich von Mainland China zu verabschieden, ich sagte mit einem mulmigen und traurigen Gefühl auf Wiedersehen. Eines weiss ich, dieses wird es, so Gott will, wieder geben.  

 

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