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Die Frau in der Arena / The woman in the arena

November 14, 2019

 

 

 

 

English translation below:​ 

 

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Ich wache heute mit einem flauen Gefühl im Magen auf. Unser letzter Trip für dieses Jahr ging zu Ende und nun empfinge ich irgendwie eine Leere. Ich versuche in mich hineinzuhören, um das Gefühl zu bennen, doch es gelingt mir nicht. Den ganzen Vormittag bin ich unruhig, habe aber dennoch nicht die nötige Energie all meine Sachen auf meiner To-Do Liste anzugehen. Ich bin rastlos. Am Nachmittag nehme ich mir Zeit und auch den Mut, mich meinen Gedanken und Ängsten zu stellen. Ich schreibe mir die Themen auf, welche mich beschäftigen und versuche herauszufiltern, warum diese mich beschäftigen. Ich sitze da und merke, dass ich das Gefühl nun benennen kann. Ich fühle mich verletzlich. Doch warum? Ich merke, dass ich das erste Mal wirklich auf mein Berufsjahr zurück schaue. In dem ersten richtigen stillen Augenblick. Dieses Jahr hatte ich viele Momente, in denen ich für meine Werte einstehen musste, gewisse Leute abweisen musste, um langfristige Entscheidungen treffen zu können. Mir wurde bewusst, dies gehört zum Leben als Entrepreneur. Sicherlich kommt hinzu, dass manchmal das afrikanische Leben etwas raffer ist, als der Schweizer Alltag und Umgangsformen. Ich will mich hier nicht beklagen, ich habe zwei Mal so tolle Erlebnisse und berührende Situationen erlebt. Ich merke, dass ich dieses Jahr unheimlich gewachsen bin und fange an, mir selber den Tribute für meine Leistung und meinen Mut zu zollen.

 

Es sind doch oftmals die stillen Momente, in denen wir uns verletzlich fühlen. Ich beginne wie immer, das Wort nachzuschlagen, zu definieren und einzuordnen. Gemäss Duden sind Synonyme Empfindsamkeit, Zartheit, Zerbrechlichkeit. Dies hat für mich irgendwie eine negative Konnotation. Ich schreibe mir Stichworte auf und lass diese auf mich wirken. Und dann erinnere ich mich, dass ich doch schon mindestens vier Bücher von Brené Brown zum Thema Verletzlichkeit gelesen habe. Ich nehme mein Notizbuch hervor, in dem ich all meine Lieblingssprüche notiere und lese schmunzelnd die folgenden Sätze:

 

«Verletzlichkeit bedeutet nicht, zu gewinnen oder zu verlieren; es bedeutet den Mut zu haben, sich zu zeigen und gesehen zu werden, wenn wir keine Kontrolle über das Ergebnis haben. »

«Es geht darum, wie mutig und bereit du bist, verletzlich zu sein. »

 

«Es ist nicht der Kritiker, der zählt,

nicht derjenige, der aufzeigt, wie der Starke gestolpert ist

oder wo der, der Taten vollbracht hat, sie hätte besser machen können.

Die Anerkennung gebührt dem, der wirklich in der Arena ist;

dessen Gesicht verschmiert ist von Staub und Schweiss und Blut;

der tapfer strebt;

der irrt

und wieder und wieder scheitert,

denn es gibt keine Anstrengung ohne Irrtum und Fehler;

der jedoch wirklich danach strebt, die Taten zu vollbringen;

der die grosse Begeisterung kennt,

die grosse Hingabe,

und sich an einer würdigen Sache verausgabt;

der, im besten Fall, am Ende den Triumph der grossen Leistung erfährt;

und der,

im schlechtesten Fall,

wenn er scheitert,

zumindest dabei scheitert, dass er etwas Grosses gewagt hat…»

 – Theodore Roosevelt, Der Mann in der Arene. April 23rd, 1910.

 

In diesem Jahr, bin ich oft aufgestanden, habe mich verletzlich gemacht und gezeigt. Ich kann mich nicht mehr hinter einer Unternehmung verstecken. Es sind unsere Unternehmungen, welche ich mit Sofie zusammen führe. Wir sind für die Safari Touren und Produkte verantwortlich, es steckt unser Herzblut bis ins kleinste Detail darin. Wir sind es. Wir konzentieren uns auf uns und nicht auf all die Stimmen um uns herum. Wir sind es, die dieses Jahr wirklich jeden einzigen Tag, in der Arena gestanden sind.

Zudem ist es meine persönliche Geschichte, welche ich erzähle und es bin ich, welche die schönen und kritischen Stimmen dazu empfange. Nächstes Jahr werden einige unglaubliche Momente auf mich warten, Interviews in Magazinen, einen Beitrag im Schweizer Fernsehen und mein Buch werde ich veröffentlichen. Nein, ich kann mich definitiv nicht mehr verstecken und ich will es auch nicht. Ich bin bereit weiterhin verletzlich zu sein und auch durch solche Tage zu wachsen und die Stärke darin zu erkennen. Ich habe mich entschieden, mich zu zeigen und gesehen zu werden. Mit all meinen Werten sowie Entscheidungen und meinen Ideen, welche manchmal wirkich ausserhalb der Box sind 😊. Ich bin bereit mit ganzem Herzen in der Arena zu stehen.

 

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Brené Brown

6 Bücher, welche ich las:

 

- Daring Greatly

- Dare to lead

- The power of vulnerability

- Braving the wilderness

- I thought it was just me

- The gift of imperfection

 

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I woke up today with a dull feeling in my stomach. Our last trip for this year came to an end and now I somehow feel a void. I try to listen into myself and name the feeling, but no success. The whole morning I feel restless, but I still don't have the necessary energy to tackle all my things on my to-do list. I am restless. In the afternoon I take my time and find the courage to face my thoughts and fears. I write down the topics that concern me and try to filter out why they concern me. I sit there and notice that I can now name the feeling. I feel vulnerable. But why? I notice that for the first time I have the time to look back on my professional year. In the first real quiet moment. This year, I had many moments where I had to stand up for my values, reject certain people and make long-term decisions. I realized that this is part of life as an entrepreneur. Certainly, sometimes African life is a bit tougher than Swiss everyday life and way of living. I don't want to complain here, I have experienced twice as many great experiences and touching situations. I realize that I have grown tremendously this year and start paying tribute for my own performance and courage.

 

It's often the quiet moments that make us feel vulnerable. As always, I begin to look up the word, to define it and to classify it. According to the dictionary, synonyms are sensitivity, tenderness, fragility. This somehow has a negative connotation for me. I write down keywords and let them influence me. And then I remember that I have already read at least six books by Brené Brown about vulnerability. I take out my notebook, in which I write down all my favourite sayings and read the following sentences with a smile:

 

"Vulnerability is not winning or losing; it's having the courage to show up and be seen when we have no control over the outcome. »

 

"It is about how brave you are by how vulnerable you are willing to be. »

 

Showing up in the arena:
"It is not the critic who counts; not the man who points out how the strong man stumbles, or where the doer of deeds could have done them better. The credit belongs to the man who is actually in the arena, whose face is marred by dust and sweat and blood; who strives valiantly; who errs, who comes short again and again, because there is no effort without error and shortcoming; but who does actually strive to do the deeds; who knows great enthusiasms, the great devotions; who spends himself in a worthy cause; who at the best knows in the end the triumph of high achievement, and who at the worst, if he fails, at least fails while daring greatly..." - Theodore Roosevelt, the Man in the Arena. April 23rd, 1910.

 

This year, I often made myself vulnerable and showed up. I can no longer hide behind a company name. These are our companies – Sofie’s and mine. We are responsible for the safari tours and products; it is our passion down to the last detail. It is us. We focus on ourselves and not on all the voices around us. It's us who have stood in the arena every single day this year.

 

Furthermore, it's my personal story that I tell in Switzerland so far and it's me who receives the beautiful and critical voices on it. Next year there will be some incredible moments waiting for me, interviews in magazines, a reportage on the Swiss television and I will publish my book. No, I definitely can't hide any longer, and I don't want to. I am ready to continue to be vulnerable and to grow through such days and to recognize the strength in it. I have decided to show up and be seen. With all my values as decisions and my ideas which are sometimes out of the box. I am ready to stand in the arena wholeheartedly.

 

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Brené Brown

6 books i read:

 

- Daring Greatly

- Dare to lead

- The power of vulnerability

- Braving the wilderness

- I thought it was just me

- The gift of imperfection

 

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