Mut


Aufgrund meiner Entscheidungen und meinem Lebenswandel im letzten Jahr, werde ich manchmal als «mutig» bezeichnet, was sich für mich komisch anhört. Jeder, der mich noch sagen wir einmal vor vier Jahren kannte, hätte mich niemals als mutig bezeichnet. Ja, ich hatte immer schon meinen eigenen Willen, jedoch war ich niemals bewusst mutig gewesen. Ich war angepasst, kannte mich nicht und traf vielleicht eine erste mutigere Entscheidung, in China zu studieren. Das war glaube ich eine der mutigsten Entscheidungen im meinem damaligen Leben gewesen. Ich war immer von Heimweh und der Angst allein zu sein geplagt. Ich war es leid, dass meine Ängste mein Leben dominierten und formten. Mein Mut hat sich ausbezahlt, so durfte ich mich entwickeln in den letzten Jahren.

Nun, die Entscheidung Safari Guide zu werden, mein Leben auf den Kopf zu stellen, alles zu verkaufen und einen neuen, komplett anderen beruflichen Weg einzuschlagen, fühlte sich nicht mutig an – sondern richtig. Ich bin von einer Klarheit angetrieben und von einem inneren Gefühl, was sich schwer in Worte fassen lässt – vielleicht mit dem Wort «glücklich» beschreiben. Ich habe das Wort «Mut» gegoogelt und gemäss Andreas Dick, Psychologe, setzt sich Mut aus den folgenden Komponenten zusammen:

  1. eine Gefahr, ein Risiko oder eine Widerwärtigkeit auf sich nehmen bzw. eine Sicherheit oder Annehmlichkeit opfern, was möglicherweise den Tod, körperliche Verletzung, soziale Ächtung oder emotionale Entbehrungen zur Folge haben kann;

  2. eine mit Klugheit und Besonnenheit gewonnene Erkenntnis darüber, was in einem bestimmten Moment richtig und was falsch ist;

  3. Hoffnung und Zuversicht auf einen glücklichen, sinnvollen Ausgang;

  4. ein freier Willensentschluss;

Nachdem ich diese Komponenten gelesen habe, muss ich mir doch eingestehen, dass ich mutiger handle, als ich es definieren würde. Jedoch nicht im Sinne von Tapferkeit, Angst oder Zivilcourage, sondern viel mehr möchte ich Ermutigen. Ich merke, dass ich selber vielleicht mit Mut gewisse andere Begrifflichkeiten verbinde. Nachdem ich die letzte Komponente gelesen hatte, musste ich schmunzeln, denn treffender könnte meinen inneren Ansporn und die erfüllende Energie nicht beschrieben werden:

  1. ein Motiv, das auf der Liebe beruht.

Ich möchte mein Leben von ganzem Herzen oder eben «wholehearted» leben. Nichts nur so nebenbei. Ich treffe jeden Tag bewusst in meinem Leben die Entscheidung, egal, ob noch so klein. Ich weiss, dass ich auch die Konsequenzen alleine trage und nicht mehr andere für mein Leben verantwortlich mache. Ich bin mutig genug, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich definiere mich über meine Gedanken, meine Taten und nicht über die Meinung von jemand anderem und lasse nicht zu, dass diese andere Meinung meine Realität wird. Ich lebe meine Träume und nicht meine Angst.

Ich möchte meine Energie vollkommen und ganzheitlich, bis ins Detail einsetzen und nutzen. Mit einem Motiv, das auf der Liebe beruht. Passender könnte dies nicht zu meinem Leitspruch sein; dein Herz ist frei, wenn du den Mut hast, ihm zu folgen.

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