Fusssafari



Ich hatte meine erste Anfrage, ob ich für den Blogbereich von LUNA Sports (www.lunasports.ch) nicht einen Blogbeitrag über das Barfussgehen im Busch schreiben könnte. Dies tue ich doch beides liebend gerne – und dies kam dabei zustande:


Au, au, au – vom einen Bein auf das andere hüpfend, balanciere ich über den heissen Sand. Die afrikanische Sonne hat den Sand im Okavango Delta, Botsuana so richtig aufgeheitzt. Wir sind gerade nach einer vierstündigen Safari in unserem Mobile Camp mittem im Nirgendwo im Busch angekommen. Ich bin Safari Guide und habe das Privileg unseren Gästen jeweils meinen «happy Place» oder auch meine Spielwiese mit all den wilden Tieren zu zeigen. Einzutauchen in eine komplett andere Welt, wo unsere Sinne wieder unser Überlebensset sind und unsere Füsse doch so manch andere Unterlage erleben, was gibt es belebenderes? Nun gut, während der Safari stecken unsere Füsse in den Schuhen. Doch, sobald wir im Camp ankommen, bin ich barfuss unterwegs. Nicht jeder Gast ist bereit sich so «freizügig» zu zeigen 😊 aber jedem das seine.





Dankbarkeit fängt bei der Wurzel an

Ich liebe es, den Busch auch mit meinen Füssen hautnah zu erleben. Auch wenn der Boden oftmals heiss ist, so ist es doch eine tolle Herausforderung, die schattigen Stellen zu suchen. So finde ich auch in diesem hüpfenden Akt das Kind in mir wieder. Auch das Gefühl, wenn ich dann eine Wasserstelle erreicht habe und zuerst schnell meine Füsse darin abkühle, ist doch durch und durch erleichternd. Ich merke schnell, dass ich dann schon bald tanzend kleine Kreise im Nass drehe. Spühre, wie bei jeder Drehung sich meine Zehen etwas tiefer in den Sand graben und dieser sich kitzelnd zwischen meinen Zehen verstreut.

Nebst dem heissen Untergrund gibt es natürlich auch gefährliche Stellen für meine nackten Füssen. So habe ich immer wieder einen Dorn im Fussballen oder einen Kratzer an meinem Fussrücken. Dank all diesen Erfahrungen, bin ich mir über die Wichtigkeit meiner Füsse um so bewuster geworden. Auch wie verletzlich meine Füsse sein können und welche Leistung sie jeden Tag auf sich nehmen, damit ich den Busch mit allen Sinnen erleben darf. Ein riesen Dank bis ganz nach unten... man könnte fast schon sagen zu meinen Wurzeln.



Mutter Natur

Gibt es etwas schöneres, als seine baren Füsse im Sand zu vergraben. Die winzig kleinen Sandkörner wie ein liebevoller Masageregen Mutternaturs zu spüren. Abends die schon kalt gewordenen Füsse dann nahe ans Feuer zu halten und mit den Füssen Schattenspiele zu erschaffen. Die Flammen, welche mich langsam von unten nach oben durch den Körper wärmen. Es fühlt sich fast so an, als ob das Feuer mir zuerst die warmen Socken anzieht und anschliessend meinen Körper wie mit einer Decke umfasst.

Wenn ich jeweils in der Savanne mit meinen baren Füssen stehe und meine Augen die unbeschreibliche Natur um mich aufnimmt, dann, ja dann bin ich Teil von mehr. Teil von einer Natur, welche mich nährt und sich um mich kümmert. Verbunden mit einem so wunderbaren Teil, welchen wir immer wieder vergessen. Von Kopf bis Fuss verbunden, sodass es mich mit einem Lächeln im Gesicht fast etwas schweben lässt - und doch mit beiden Füssen auf dem Boden bleibe.








Auch wenn ich nicht gerade auf Fusssafaris in Afrika bin, dann gehe ich auch in der Schweiz mit meinen Füssen auf Entdeckungsreise – bald wohl im Schnee. Was für ein Perspektivenwechsel!



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